Ein Hormon für Sozialkompetenz.

aus: NZZ, 17. 2. 2010

Oxytocin hilft auch bei Autismus

lsl. · Autisten haben Schwierigkeiten, mit anderen Menschen zu interagieren, ihnen in die Augen zu schauen und ihre Gefühle oder Absichten zu deuten. Nun zeigen französische Forscher, dass Oxytocin ihnen dabei zum Teil helfen kann.¹ Das Hormon ist bekannt dafür, dass es die Mutter-Kind-Beziehung und generell die zwischenmenschliche Nähe und das Vertrauen stärkt.

Die Forscher verabreichten Personen mit einer Form von Autismus, bei der die Intelligenz nicht beeinträchtigt ist, Oxytocin mit Hilfe eines Nasensprays. Sie verglichen das Verhalten der Probanden bei einem virtuellen Ballspiel mit bzw. ohne Hormon und mit einer gesunden Kontrollgruppe. Während die Autisten normalerweise keine Spieler bevorzugten, spielten sie unter Einfluss des Hormons häufiger den Spielern zu, die auch ihnen öfter den Ball abgaben – ähnlich wie die Kontrollpersonen. Auch gaben sie später an, diesen Spielern mehr zu vertrauen und sie jenen vorzuziehen, die ihnen seltener zugespielt hatten. Ohne das Hormon machten sie diese Unterscheidung nicht. Zudem betrachteten Autisten unter Einfluss des Hormons häufiger die Augenpartie von abgebildeten Gesichtern.

¹ PNAS, Online-Publikation vom 15. Februar 2010.

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~ von Panther Ray - Februar 18, 2010.

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