Piraten im Europaparlament.

Logo der internationalen Piratenpartei

Bei den gestrigen Europawahlen hat die Piratenpartei, die zum erstenmal in Deutschland kandidierte, 229.117 Stimmen und 0,9% Prozent erhalten. Sie hat mit diesem Ergebnis Anspruch auf die staatliche Parteienfinanzierung gewonnen und will zur Bundestagswahl im September antreten. Das Ziel der Partei ist der freie Zugang zum Internet und die Abwehr von Kontrollen durch wirtschaftliche oder staatliche Mächte und die Verteidigung der individuellen Freiheiten im digitalen Zeitalter.
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aus: FAZ Net

08. Juni 2009 In Schweden hat die Piratenpartei in der Europawahl 7,1 Prozent der Stimmen bekommen [und wurde damit viertstärkste Kraft]. Damit stellt sie künftig einen Abgeordneten im Europaparlament. Nach diesem Erfolg will die Piratenpartei nun auch in den nächsten Stockholmer Reichstag einziehen. Ein Sprecher sagte am Montag im Rundfunk, man betrachte die Europawahl „vor allem als Generalprobe für die nächsten Wahlen in Schweden“.

Die Partei tritt für ein minimal reglementiertes Internet mit dem Recht auf kostenlose Downloads und gegen staatliche Kontrolle ein. Bei schwedischen Wählern unter 30 Jahren hatte die Piratenpartei mit 18 Prozent den höchsten Anteil aller Parteien. Zudem soll sie bereits 43.000 Mitglieder haben und – daran gemessen – die drittgrößte Partei Schwedens sein. 75 Prozent ihrer Wähler sind Männer, hieß es am Montag in Stockholm.

Hydra

Massiv an Popularität gewinnen konnte die im Jahr 2006 gegründete Partei im April nach der Verurteilung von vier Verantwortlichen der Internet-Tauschbörse Pirate Bay wegen Verletzung des Urheberrechts. Pirate Bay ermöglicht das Herunterladen von Filmen, Musik und Computersoftware.

Pirate_Bay_logo.svg

aus: Heise online, 23. 4. 09

Ein schwedisches Gericht hat vier Verantwortliche von The Pirate Bay der Beihilfe zur schweren Urheberrechtsverletzung für schuldig befunden und zu einjährigen Haftstrafe sowie Schadensersatz in Millionenhöhe verurteilt. Der Schadensersatz in Höhe von 30 Millionen Schwedischen Kronen (2,75 Millionen Euro) soll verschiedenen Film- und Musikunternehmen zugutekommen.

Nun gibt es schwere Vorwürfe gegen den Richter in dem Verfahren: Er ist nach Berichten des Nachrichtenprogramms von Sverige Radio Mitglied in einer Organisation zum Schutz des Urheberrechts, in dem auch Repräsentanten der Medienindustrie vertreten sind, die als Kläger an dem Verfahren beteiligt waren. Außerdem soll er in einer Vereinigung mitwirken, die sich aktiv für eine Verschärfung des Urheberrechts einsetzt.

pirate

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~ von Panther Ray - Juni 8, 2009.

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