Das Symbol ist ein Sinn-Bild

Symbol über dem Grab in Talpiot

Das Symbol ist ein Bild, aber kein Abbild. Das Abbild zeigt „das, was“ es abbildet. Das Symbol „zeigt“ etwas Anderes als „es selbst“: das, was es bedeutet; nämlich das, Symbolikworauf es (wem?!), unabhängig von seinen zufälligen Formvarianten, „eigentlich ankommt“ (z. B.: wozu man es verwenden kann). Ließe die „Bedeutung“ sich abbilden, bräuchte man sie nicht zu symbolisieren. Durch das Symbol wird die übersinnliche Bedeutung dem Ding angeheftet. Durch dessen regelmäßigen Gebrauch im Sprachspiel wird die Zusammengehörigkeit von Ding-Symbol-Bedeutung gewohnheitsmäßig verfestigt; wird der prozessierende Verweisungszusammenhang mit den andern symbolisch-bedeutsamen Dingen bewährt. Schließlich gewinnen, qua Symbolisierung, die Bedeutungen der Dinge „Wirklichkeit“ vor den Dingen selbst – und die Welt als Inbegriff der Bedeutungen gewinnt Realität vor der dinglichen Welt; was Kant dann den „dialektischen Schein“ nennt…

Wayang Kulit

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~ von Panther Ray - Januar 17, 2009.

Eine Antwort to “Das Symbol ist ein Sinn-Bild”

  1. Das kleine Mädchen und der Junge sind ab-gebildet. Was sie tun, ist offenkundig. ‚Symbol‘ sind hier der Pfeil und das Kreuz, und zwar nur beide zusammen. Aber das Ganze – Abbildungen und Symbol – ‚bedeutet‘ etwas, das auf der Graphik nicht zu sehen ist: Es wendet sich an erwachsene Männer, denen geraten wird, sich wie das kleine Mädchen zu verhalten.

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