Nix gilt.

Im landläufigen Diskurs der Postmoderne ist analytische Sprach- philosophie – „die Bedeutung der Wörter ist ihre Verwendung im Sprachspiel“ - eine Verbindung eingegangen mit dem zeitgemäßen Konstruktivismus: „Sind ja doch alles nur Konstrukte…“ Die Quintessenz: Nix gilt und Anything goes.
Und wenn man sich die Welt ansieht, wie sie ist, haben sie nicht einmal Unrecht. Einen immanenten Sinn wird man aus der Welt nicht heraus- destillieren. Aber man wird einen Sinn hinein’konstruieren’ müssen. Und das tun die Postmodernen ja auch. Indem sie nämlich Sätze sagen, die allgemeine Geltung beanspruchen – nämlich 1) „die Bedeutung der Wörter ist ihre Verwendung im Sprachspiel“ – und 2) „Sind ja doch alles nur Konstrukte…“
Recht haben sie: „Es gibt“ keine allgemeinen Geltungen.
Unrecht haben sie: Es muss allgemeine Geltung geben, wenn… sinnvolle Sätze möglich sein sollen. Die Sätze Nix gilt und Wahrheit gibt es nicht erheben Anspruch auf Wahrheit und Geltung. Es sei denn, sie verzichteten darauf, für sinnvoll gehalten zu werden.
So würde es wieder stimmen.
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Braucht die Welt einen Sinn? Nein. Ich brauche einen Sinn.
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